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Hoffnung bei Strato: Bald TUN/TAP-Kernelmodule für Debian-VServer!

März 5th, 2008 by Blu:RayNe

Wer einen Debian VServer bei Strato wählt sollte aufpassen. Da die Jungs einen Uralt OpenVZ-Kernel benutzen, läßt sich kein openvpn, pure-ftpd oder nfsd installieren.

Wie bei Strato üblich tut man natürlich alles möglichst wenig Kundenkontakt zu haben, technisch versierte Kunden mit ekligem Kontaktformular auszusperren.

Hallo,

= PUNKT 1 =

Ich habe von Ihnen ein VServer-Paket gemietet.

Derzeit läuft darauf Debian 4.0 R3. Wie mir bei der Installation der Programme nfsd, pure-ftpd, und openvpn aufgefallen ist, so ist diese nicht möglich, weil der Kernel die Module  TUN/PAN vermissen läßt.

Das Verzeichnis /lib/modules/2.6.9-023stab044.16-enterprise/ ist auch nicht existent! Wirklich großartig!

Wenn sie schon Vserver zur Verfügung stellen, dann sollten diese auch ordnungsgemäß funktionieren, und ggf. mit ihren eigenen Kernel hochfahren.

Die meisten Anbieter von VServern legen die Kernel-Module wenigstens bei, wenige haben sie im Kernel bereits integriert. Da sollten sie mal nachholen und zwar schleunigst! Ich habe keine Lust eine Mogelpackung gekauft zu haben.

Desweiteren vermisse ich in ihrem Kernel auch den reiserfs-Support.

= PUNKT 2 =

Desweiteren benötige ich ein neues Passwort für das Kunden-Login. Leider funktioniert die „Passwort vergessen?“-Funktion nicht, da sie einen Domain-Namen fordert. Und wenn Sie vll. in meinen Vertrag sehen, werden sie erkennen, dass ich keine Domain bei Ihnen besitze!

Ich hoffe Sie kriegen das schnell in den Griff.

MfG
.mg

Zwei Tage später kaum auch „schon? die Antwort:

Vielen Dank!

Sollten Sie auf Ihrem Server eigene Kernel oder besondere Kernel-Module nutzen wollen, empfehlen wir Ihnen einen STRATO HighQ-Server oder STRATO Power Server zu nutzen.

Das Verzeichnis /lib/modules/2.6.9-023stab044.16-enterprise/ existiert nur wenn der entsprechende Kernel via apt-get installiert ist.

Das Passwort für Ihren STRATO Kundenlogin haben wir für Sie auf Ihre Auftragsnummer zurückgesetzt.

MfG
.mg

Die Fragen sind mal wieder nicht beantwortet worden und die Antwort fällt natürlich dementsprechend nicht so kurz aus:

Hallo,

Das Passwort rücksetzen ist natürlich eine Super-Idee: Sie hilft mir leider im Moment nicht weiter! Ich bitte daher mir einfach eine „Passwort vergessen?“-Mail anzutriggern, oder eine andere Lösung zu finden. Leider bin ich nicht mehr im Besitz des Initial-Passworts. Und schreiben Sie jetzt nicht, dass ich selbst ein Passwort anfordern könnte – nein, das kann ich nicht! Gründe siehe vorangegangene E-Mail!

Und dann? aha? TUN/TAP betrachten Sie also als besondere Kernel-Module. Ich betrachte Ihren Support auch als „besonderen“ Support.

TUN/TAP sind als Virtual Netwerk Kernel Driver bekannt, und eigentlich sehe ich sie deswegen bzgl. eines VServers sogar sehr sinnvoll an zu installieren. Zudem hatten Sie diese Module in früheren Kernel-Versionen ihres Host-Systems auch integriert. Wenn es irgendwelche Gründe gibt, verlange ich diese detailliert zu verfahren. Spielen Sie bitte kein Bullshit Security-Bingo!

Einen STRATO HighQ-Server oder STRATO Power Server nehme ich natürlich gerne, wenn Sie mir diesen zu gleichen Konditionen wie den VServer zur Verfügung stellen. Zu mindestens wäre damit mein Problem, und in dem Fall auch Ihres gelöst.

Das Verzeichnis /lib/modules/2.6.9-023stab044.16-enterprise/ existiert nur wenn der entsprechende Kernel via apt-get installiert ist.

Tja, „Linux version 2.6.9-023stab044.16-enterprise (root@rhel4-32) (gcc version 3.4.5 20051201 (Red Hat 3.4.5-2)) #1 SMP Fri Nov 23 20:56:09 MSK 2007

Ich erinnere dass auf dem Server Debian Etch drauf ist! Auf OpenVZ finde ich leider keinen entsprechenden Kernel. Ich bitte sie diesen mir also zur Verfügung zu stellen; vll. besteht eine Chance ihn mit kern2deb zu installieren.

Bitte leiten Sie doch diese Mail gleich an den 2L-Support weiter!

MfG
.mg

Und nach der zweiten Anfrage ? wieder über das Kontaktformular, den eine Antwort-Möglichkeit über E-Mail gibt es ja nicht ? erhalte ich tatsächlich schon ein Statement, mit dem man was anfangen kann:

Sehr geehrter Herr Geiger,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 03.03.2008. In der Tat sind die TUN/TAP Devices Bestandteil des auf der Host-Node verwendeten Kernels, jedoch können die verwendeten speziellen Virtual Change-Root Umgebungen der Debain-Images zur Zeit nicht komplett auf diese zugreifen, für die aktuellen SuSE-Images ist dies möglich, eine Unterstützung für die Debian ist geplant jedoch können wir hierfür keinen Zeitpunkt nennen. Sie sehen also, dass hier kein Kernel “Problem” vorliegt sondern tatsächlich eine Einschränkung der eingesetzten Virtualisierung, “Bullshit Security-Bingo” wird nicht angewandt.

Die Tatsache, dass wir die Server nur auf den auf unserer Seite angegebenen Konditionen anbieten (können) sollte obligatorisch sein.

Auf Grund von unauthentifizierten E-Mails (E-Mails die nicht über den Kundenservicebereich verschickt wurden) sind keine Änderungen der Passwörter möglich. Sollten Sie Ihr Kennwort nicht mehr kennen und das Zurücksetzen via Email fehl schlagen steht Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, dies via Telefon vornehmen zu lassen.

Kontaktieren Sie uns hierzu unter der Rufnummer 01805-055055 (0,16 ?/Minute), halten Sie sofern vorhanden für eine schnelle Bearbeitung Ihre kompletten Vertrags-Daten parat. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

******************

Customer Care

Also, Leute! Es wird kommen! Im Moment hab ich jedenfalls keine Lust alles mit SUSE zu plätten und auf YAST umzusteigen *seufz*

UPDATE: Für Debian das module-init Paket nachinstallieren! Alles weitere siehe meinen Kommentar weiter unten!

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2 Responses

  1. Nate says:

    Hi,

    gibt es inzwischen schon Neuigkeiten? Ich habe es gestern auf meinem letzte Woche neu aufgesetzten VServer-A mit Debian Etch probiert und bin leider gescheitert. Ich kann einen Konfigurationsfehler meinerseits nicht 100% ausschließen, aber auf einer Debian Etch VM die identisch eingerichtet ist läuft’s…

    Gruß,
    Nate

  2. Blu:RayNe says:

    Installiere das Paket „modules-init“ unter Etch, und du bekommst keine Fehlermeldungen mehr. Das haben die Jungs nämlich vergessen. Das hilft allerdings auch nichts, da der Kernel vom Red Hat Host-System keine Kernel-Module bietet. Nein, nicht einmal unter SUSE… und wenn es das Host-System nicht hergibt auch keine Chance, außer die würden XEN statt OpenVZ als Virtualisierung einsetzen. OpenVZ läuft leider mit dem Kernel des Host-Systems.

    „pure-ftpd“ kannst du nur installieren, wenn du es neu kompilierst ohne Capabilities zu nutzen. Die fragt er nämlich ab, und wenn nix vorhanden wird einfach ohne Fehlereldung abgfebrochen (hier hilft strace!).

    Wenn du einen FTP willst, nimm am besten vsftpd. Und am besten nimmst du gleich das VServer C-Paket bei Strato. Mit dem VServer A-Paket bin ich sofort ans Memory-Limit gestossen. Für alleinige Webserver sollten aber erstmal 128MB ausreichen.

    Ach ja, und zuletzt: Strato bescheißt die Kunden ganz schön!

    Rechne mal nach, was bei einer RAM-Garantie von min. 256MB bei 2GB und 10 Kunden am Server wirklich rauskommt. Die Maschine hat locker 512MB zu wenig!

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