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Jazz/Swing Radio der 20er

Februar 26th, 2007 by Blu:RayNe

Mal in eigener Sache…

Wer gerne guten Jazz hört – ich spreche hierbei von den 20er Jahren – sollte einmal auf SwissRadio.ch vorbeischauen, und dort den Jazz/Swing-Sender anklicken. Dort wird so ziemlich alles ab den 1920/30ern bis zu den 1960ern rauf und runter gespielt, egal ob Dixie, Charleston oder Frank Sinatra. Ideal für Bar-Feeling des Film Noir oder der Roaring Twenties Era, oder zu einfach zu einem gutem Buch.

Infos der Seite:

RadioCrazy Classical&Jazz ist ein nicht-kommerzielles Internetradio spezialisiert auf historische und digital restaurierte Aufnahmen, hauptsächlich von Original Shellackplatten. Die Station wurde im August 2002 in Berlin, Deutschland gegründet.

[...]

Fühlen Sie sich zurückversetzt in die wilden 1920s zu Al Capone und Billy The Kid. Swingen Sie mit Glenn Miller um die Wette oder geniessen Sie den unvergesslichen Frank Sinatra! RadioCrazy Jazz sendet Big Band, Jazz und Swing von 1920-1955 von Original Shellak Platten und digital überarbeiteten Aufnahmen. Natürlich 24h non-stop Musik in bester 128K-MP3-Qualität, garantiert werbefrei!

Und jetzt die etwas traurigeren News:

Das Repertoire umfasst einige tausend Platten sowie Compact Discs und wird monatlich erweitert. Durch den Zukauf von neuen Tonträgern spiele ich nicht mehr ausschliesslich lizenzfreie Werke. Um die Forderungen der Verwertungsgesellschaften im Jahr 2007 zu finanzieren, sowie die Slotzahl (Hörerplätze) zu erweitern, benötige ich zusätzlich CHF 8000 (EUR 5000/USD 6400). Ohne diesen Beitrag wird es über kurz oder lang kein RadioCrazy mehr geben, da es mir bisher nicht gelang einen weiteren Sponsor zu finden.

Bitte lasst dem Radio eine kleine Spende zukommen, da die Verwärtungsgesellschaften leider mal wieder mal abzocken wollen. Es wäre echt schade, wenn es das Radio schon bald nicht mehr geben würde, jetzt da ich es gerade entdeckt habe.

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Exchange-LDAP Access for Mozilla Thunderbird

Februar 12th, 2007 by Blu:RayNe

OK, here is how Mozilla/Thunderbird LDAP works with Exchange 2000-2003:

  1. The default LDAP port for Active Directory is 3268 (not 389) so make sure you’ve got this port open thru the firewall, and make sure to configure it in your LDAP account settings in Mozilla/Thunderbird.
  2. For Base DN, you MUST enter something like dc=yourdomain,dc=com (whereas Outlook Express lets you get away with putting NULL).
  3. For Bind DN, you must enter a domain user which has permission to search the directory. You should enter it qualified by the NetBIOS domain name, for example: mydomain\username
  4. For some reason, Thunderbird doesn’t always seem to recognize that it needs to log on before querying. The easiest, most reliable way I have found to force it is to go to the Offline tab in the Directory Server Properties and click the Download button. This function seems to "see" that Active Directory wants a logon, so Thunderbird will display the logon dialog to let you enter your domain credentials. For the username, specify exactly the same thing you put into Bind DN.
  5. Results are returned asynchronously to the Thunderbird Address Book, so you might see "No matches found" immediately after clicking the Search button. Wait a few seconds, and your results should show up.
  6. Mozilla and Thunderbird default to a Search Filter of (objectclass=*) which will return lots of useless (non-email address) entries from Active Directory. You can override this with something like (objectclass=person) on the Advanced tab of Directory Service Properties. Depending on what kinds of addresses are in your Active Directory, you may need to refine this filter more (for example, if you’ve got mail-enabled Public Folders which you want to display).
  7. The Address Book UI in Thunderbird is just clumsy. You CANNOT search an LDAP directory by simply selecting it on the left hand side and then entering your search in the "Name or Email contains" textbox. You MUST click the Advanced button to define an LDAP search. After you find your desired address(es) in LDAP, you "should" be able to copy it to your local addresses but the stupid UI only lets you look at the Properties or add it to the recipient list for a new message (by clicking the Write button).

(copied from the MovingPart.net)

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Tag team match: <b> vs. <strong>, <em> vs. <i>

Februar 8th, 2007 by Blu:RayNe

Ist auch die Ersetzung von <b> durch <strong>, und <i> durch <em> mittlerweile Gang und Gäbe, so verwundert es doch, dass alle vier Elemente nach wie vor in XHTML 1.1./Strict vorzufinden sind. Zeit um sich den Sachverhalt mal näher anzusehen:

  • <i> und <b> sind Elemente, die strikt nur für Präsentationszwecke vorhanden ist. Semantisch gesehen existieren sie nicht, und werden von Screen Readern übergangen; wieder mal ein Beispiel, dass bei XHTML die Trennung von Layout und Inhalt noch nicht entgültig erfolgte. Trotzdem nett und hilfreich, wenn man mal Fließtexte schreibt.
  • <em> und <strong> bezeichnen eine strukturelle Hervorhebung, die in der Sprachausgabe auch stärker betont werden. Natürlich ist dementsprechend davon auszugehen, dass auch Google die Begriffe wohl wichtiger schätzen wird.

Etwas recherchiert im Netz stieß ich weiterhin auf folgendes:

She has a certain je ne sais quoi, don't you think?

Eine bessere Variante davon wäre…

She has a certain <span lang="fr">je ne sais quoi</span>, don't you think?</p>

Und dann noch auf

  1. This is a <i>book title</i> in italics
  2. This is a <span class="i">book title</i> in italics
    span.i {font-style: italic;}

  3. This is a <em>book title</em> in italics.

  4. This is a <cite class="book-title">book title</cite> in italics
    cite.book-title {font-style: italic;}

Zwischen Version #1 und #2 existieren semantisch gesehen keinerlei Unteraschiede.

Version #3 ist wohl mit Abstand am Besten, da Screen Reader die Auszeichnung hervorheben würden. Man kann es sich gut als Hervorhebung eines Suchergebnisses oder als Titel eines Buches für eine Rezension vorstellen.

Version #4 schießt meiner Meinung etwas über das Ziel hinaus, da es sich nicht um ein vollwertiges Zitat handelt. Durchaus ist es aber gerechtfertigt, die Zitation eines Buchtitel eben als Zitat zu werten. Trotzdem sind Zitate für mich Neben- oder Hauptsätze, zu mindestens etwas was sich selbst wieder eine Aussage schafft.

Zusammengefasst:

  • <em> für hervorgehobenen Text

  • <cite> oder <strong> für Titel von Bücher, Filmen und natürlich Suchergebnissen und besonderen, bisweilen ersten Hervorhebungen eines Wortes oder einer Phrase im Text.

  • <i> oder <b> für fremdsprachige Wörter, und namhaften Wortwiederholungen (wie z.B. eines Ortes oder eines oder Protagonisten), die keiner weiteren Erläuterung oder Erklärung bedürfen.

Zwar sind das nur Feinheiten, die pro Fall mehr Zeit in Anspruch nehmen zu analysieren, als für das Verfassen eines Blog-Eintrags oder eine Website vorhanden ist, allemal ist es aber interresant sich die Frage nach der semantischen Bedeutung zu stellen. Da diese aber im Job und auch im Textverständnis keine so wichtige Rolle spielt, werden wohl auch in Zukunft hauptsächlich <strong>, <em> und <cite> sowie <code> oder <pre> eingesetzt werden.

Somit erfährt das <strong> und <em>-Team überaschenderweise durch <cite> Verstärkung, und das Match geht eindeutig sie! Long live the champions!

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Now playing: AMIP

Februar 8th, 2007 by Blu:RayNe

Das AMIP (Advanced MIRC Integration Plugin) ist eigentlich bei der IRC-Gemeinde schon ein gewisser Standard. Ein Tastendruck, und schon wissen die anderen was Du gerade tolles hörst. Oder im Instant Messanger. Vor allem für jemanden der viele MP3s streamt oder gerne mal net.labels hört sicherlich interresant.

Mittlerweile läuft AMIP für WinAmp genauso wie für iTunes bzw. dem WindowsMediaPlayer

Hier meine Konfiguration:

ClipBoard:

(WinAmp) %name %?fn=’http:’<[+%pm:%ps]|[-%mil:%sec/%min:%sec]> $iflen($uc(%ext),4,) $if($mat(%VBR,yes),VBR,CBR) @%br~kbps %?fn=’http:’< - %fn|>

Und für das Playing Now online:

/exec:("c:\cygwin\usr\bin\curl.exe") -G -d "action=replace&amp;user=Blu:Rayne&amp;status=%tstat&amp;title=%?1<&amp;func_ue(%1)&amp;artist=&amp;func_ue(%2)|&amp;func_ue(%name)>%?4<&amp;album=&amp;func_ue(%4)|>%?3<&amp;track=&amp;func_ue(%3)|>%?5<&amp;year=&amp;func_ue(%5)|>&amp;bitrate=&amp;func_ue(%br)&amp;%?ext
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Microsoft entführt Lookout. Lösegeld gefordert!

Februar 8th, 2007 by Blu:RayNe

Für Microsoft Outlook, dass ich wegen eines Exchange-Servers gezwungen bin zu benutzen, gab es einmal ein schönes und freies Indizierungs-Plugin eines Drittanbietes, dass eine gezielte Suche mit Such-Ergebnissen innerhalb weniger Sekunden ermöglichte. Im Gegensatz zur Outlook-Suche die erst nach Minuten Ergebnisse mit so ziemlich allen Mails die ich hatte brachte, war das natürlich ein Fortschritt. Nennen wir das kleine Plugin fortan Lookout.

Nun, Microsoft hat die Firma eingekauft, und Lookout erstmal auf ihrer Homepage weiterhin zum Download angeboten. Soweit ging das bis zum Start von Vista und dem neuem Microsoft Office 2007 gut. Jetzt wurde Lookout aber von Office 2007 entführt, und ist fortan nicht mehr frei zum Download erhältlich, sondern nur noch in Outlook 2007.

Seitens Microsoft heißt es nun man solle auf das neue innovative Office2007 wechseln, da Outlook dort imstande wäre sofortige Suchergebnisse zu bringen. Natürlich muss ich bzw unsere Firma dafür Kohle ausgeben und ein komplettes Office aktualisieren und natürlich erstmal wieder aktivieren. Natürlich ist klar, dass unter der Indizierungs-Funktion in Outlook 2007 eben unser vermisstes  Lookout steckt.

Ich sehe es so, dass diese monolithische Konzern wieder einmal Innovation eingekauft hat, um es unter seinem eigenen Deckmäntelchen auszugeben. Wenigstens kaufen sie mittlerweile aber gute Software, statt ihren eigenen unreifen dreck zu entwickeln, wie noch für ein paar Jahren!

Was mich echt aufregt ist aber, dass sie einfach durch finanzielle Mittel einfach freie Software vom Markt nehmen, und dem Kunden geradezu aufdrängen ihre Produkte zu kaufen, sozusagen also die Lösegeldforderung für unser Lookout.

Das ist natürlich die Strategie des großen bösen Wolfes Microsoft, und es ist weitaus nicht das einzige Beispiel, dass dafür spricht…

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Konversationen

Februar 7th, 2007 by Blu:RayNe

- „Hast du Fehler in den Templates gefunden?“
- „Ja.“
- "Ok. und welche?" (damit ich es gleich korrigieren kann)
-  "Muss ich erst durchschauen und kann ich dir dann sagen."

(verwundert dreinblickend, dann seufzend)

- "Ok, ich geh erstmal eine rauchen…"

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Oh mein Gott: Web 2.0 und AJAX-Applikationen!

Februar 1st, 2007 by Blu:RayNe

Ich blicke einfach nicht mehr durch!

Ich erinnere mich an den Tage, an denen man in C und einer schönen GUI seine Forms designen konnte, und eine schöne Programmsprache hatte, die alles konnte was man brauchte.

Stattdessen sehe ich jetzt bei der Web-Entwicklung nur noch haufenweise JavaScript, CSS, PHP, SQL, XML, JSON – vor allem aber ein XHTML-Gewurschtle, dass mir das Herz bricht: z.B. Tables als Buttons in der YahooUI um Rendering-Bugs in Browsern zu umehen.

Bei Interface-Widgets in Web-Applikationen kommt man zwangsweise immer wieder auf das CSS/XHTML/JavaScript Grundgerüst des Widgets zurück. Immer wieder stößt man  endlose Bibliotheken, die nur immer wieder ein und das selbe Ziel haben: eine Interface Bilbiothek!

Wo bleiben da die Konzepte hinter dem semantische Web? Trennung von Layout und Inhalt, oder Programmierung und Inhalt? Was für eine spielt der Inhalt der Seite noch, wenn eh alles dynamisch verändert wird? Warum fühle ich mich gerade irgendwie so an den Anfang zurückversetzt?

Web-Applikationen werden immer aufwändiger

AJAX RSS-Reader, AJAX-Sonstwas – der Sinn geht einfach verloren!

Welchen Sinn macht es eine Web-Applikation wie einen Feed Reader zu programmieren, wenn ich damit die Grundprinzipien von XHTML und CSS sowieso wieder verletze? Plötzlich hab ich nur noch ein paar DIVs ohne Inhalt in meine XHTML Grundgrüst. Darüber freut sich Google! Oder ich schlage mich mit CSS rum und setze wieder Tabellen in Frameworks wie qooxdoo oder der Yahoo UI (bzw. YUI Ext) ein, nur damit es Cross-Browser lauffähig ist!

Zudem habe ich derzeit enorme Voraussetzungen an den Nutzer. Einwandfrei funktionieren die benutzen Bibliotheken nur in Mozilla Firefox. Dazu kommen dann noch so Sachen wie CSS und irgendwelche Methoden für DOM-Objekte, die z.B. im Internet-Explorer fehlen. Insgesamt habe ich also einen Haufen Dinge, bei denen ich nicht weiß, wie stark sie beim Nutzer unterstützt werden. Da könnte ich doch gleich einen spezielle Browser-Version voraussetzen – und wir wären wieder in den Jahren der höllischen Dominanz des MSIE!

Auf was setzen AJAX-Applikationen?

  • XHTML dass die Altlasten von HTML mit sich herum trägt und immer noch keine anständige Trennung von Inhalt und Layout hinbekommen hat. Trotzdem kann man erstmal gut damit leben, solange keiner den Document Type vergisst.
  • CSS mit dem wir Webseiten ein einfaches und schnelles Layout geben können. Das Block-Modell der Browser-Darstellung ist dabei eigentlich sehr elegant und erinnert an Absatz, Bild und Fließtext wie in einem Publishing-Tool. Trotzdem fehlen hier noch Dinge wie flexible Layout-Grids und verlässliche Unterstützung der Browser.
  • DOM/JavaScript was wohl einzig alleine im Firefox gut implementiert ist, und sich kaum woanders schöner debuggen lässt. Trotz vieler Web 2.0-Frameworks ist in JavaScript zu programmieren schöner geworden, nicht aber mit einer echten statischen Programmiersprache zu vergleichen.
  • XSL/T und XPath  mit dem sich XML zu XHTML, SDL-FO oder sonst etwas transformieren lässt. Insgesamt eine sehr umständliche Sprache. Ehrlich gesagt finde ich es aber schneller mit einer Template-Engine, z.B. meine XSL-FO zu generieren. Hier tritt die Template-Engine klar anstelle der XSL-Transformation. Im Bereich JavaScript blieben die Sprachen jedoch erstmal weiter außen vor.

Warum plage ich mich also um Unterstützung der ganzen Anforderungen einer dynamischen Plattform ab, um „scheinheilig“ mit Konzepten von Standards zu arbeiten, gegen die ich wegen der Konzeption des Projektes sowieso schnell verstoßen werde?!

Es handelt sich schließlich um eine Applikation, die sicherlich nicht von einer Suchmaschine abgegrasst werden soll, und ein Ding was „nicht im Netz steht“ sondern auf meinem lokalen Rechner ausgeführt werden soll!

Unterscheidung der Typen von Web-Seiten

  • Web-Seiten: Hier geht es klar um den Inhalt. Eine Web-Seite ist die digitale Form einer Zeitung oder eines Magazines. Natürlich kann dies durch optionale Inhalte aufgelockert werden. Die optionalen Inhalte (Flash, Videos), dürfen aber nicht Basis der Webseite sein, und dürfen auch ruhig kleinere AJAX-Widgets umfassen.
    Trotzdem wichtig: maschinell lesbar, semantisch korrekt, Inhalt und Layout getrennt, abwärts kompatibel zu Handies usw.)
  • Web-Präsentationen: hiermit bezeichne ich meist Flash-Seiten, die erstellt wurden, um das Image einer Firma zu vermarkten. Web-Seiten, die komplett in Flash gemacht wurden, bezeichne ich auch als Präsentation – immerhin gibt es Standards um den Inhalt der Seite accessible zu machen. (aber hauptsache die Seiten machen was her!)
  • Web-Applikationen: Feature Rich Applications, bei denen es hauptsächlich um Funktion und Nützlichkeit geht, die aber trotzdem einfach über eine Web-Oberfläche geladen und gestartet werden sollen, und mit Servern kommunizieren sollen. Zudem verfügen über Features, wie man sie von Webseiten kennt.

Hier gehen also Web-Applikation – und damit meine ich so etwas wie Feed-Reader, Online-Tabellenkalkulation – klar weg vom klassischen Erlebnis einer Webseite. Es sind keine Webseiten mehr, sondern Applikationen, die auf Webseiten laufen.

Und leider bestehen diese Applikationen im AJAX-Zeitalter oft aus mehreren 100KB großen JavaScripts und vielen CSS-Dateien, die die Browser in die Knie zwingen!

Alternativen wären klar Java, (z.B. bei ThinkFree-Office eingesetzt), was aber schwer und bestimmt nicht schnell zu programmieren ist, und wohl aus Gründen der Geschwindigkeiten leider immer noch – oft aber ungerechterweise – ausscheidet. Zudem ist die Verbreitung bei Java leider doch sehr gering.

Und dann hätten wir auch noch Flash, bei dem ich vieles voraussetzen kann. Trotzdem hat Flash immer noch Probleme, wenn es um SVG, XSLT, JavaScript und HTML geht weil es wie Java auch einfach ein Browser-Plugin ist. Sozusagen also eine virtuelle Maschine, in der allesausgeführt wird. Und eigentlich sollte es ja im Browser laufen, und nicht in einer VM die im dem Browser läuft.

Der Sinn der XML-Technologie war es immer, die Standards miteinander zu vernetzen, und flexibel nebeneinander oder miteinander benutzen zu können. Eigentlich wäre die Anforderung so, dass es sich um Applikation handelt, die von den Standards des Webs profitieren sollte!

Ein Standard für Web Applikationen muss her!

Ich brauche also eine Sprache, die mir ermöglicht innerhalb eines Browser den Funktionsumfang einer Desktop-Anwendung zu haben – nur ins Netz verlagertund aus dem Browser heraus ausführbar. Und am besten auf XML-Basis!

Sicherlich fällt einem da erst einmal .NET ins Auge, dass aber hautpsächlich erst einmal nur als properitärer Windows-Standard eben nur unter Windows arbeitet (abgesehen von Mono), und dann eben nicht im Browser ausgeführt wird, und somit aus sicherheitstechnisch schon wieder höchst suspekt ist. Zudem laufen die dazugehörigen XML-Standards der Windows Windows Presentation Foundation (WPF) wohl jetzt nur noch unter Windows Vista einwandfrei.

Dann haben wir Adobe Apollo was mit seiner Konzeption genau die Lücke füllt, und von mir deswegen mit sehr viel Potential gesehen wird. Trotzdem ist es in erster Line eine Laufzeitumgebung, die erstmal installiert und an die Leute verteilt werden muss. Schließlich will Adobe die konventionellen Hürden des Browsers brechen.

Und wir haben XUL/XBL was Mozilla in allen seinen Projekten einsetzt, und zu mindestens innerhalb von Gecko-Browsern genau unseren Anforderungen entspricht.  Hiermit ist es kein Problem HTML oder SVG Grafiken anzuzeigen oder sonst etwas einzubinden.

Der beste Beweis, dass die Sprachen funktionieren ist aber der Browser Mozilla Firefox selbst, der hauptsächlich auf der Technologie aufbaut. Sogar Microsoft reagierte darauf seiner abgekupferten Variante XAML ;)

Leider aber reagiert das W3C auf die Anforderungen modernen vernetzter Web-Applikationen nicht rechtzeitig oder zu langsam (siehe hier), und Mozilla tut auch nicht gerade viel um XUL zu standardisieren.

Dennoch ist die OS-Gemeine mit Projekten wie WAML oder Backbase vertreten. Beides sind zwar schöne Ansätze, basieren letztendlich wieder bei auf der selben alten Soße.

Und dann gibt es neben dem eigentlichen XUL noch WhatWG, in dem Hoffnung zu sehen ist.

Fazit

Ich liebe das Web 2.0. Für kleine Webseiten ist eine Auflockerung mit AJAX sehr wünschenswert, dennoch ist Standard-Konformität und Barrierefreiheit ein absolutes Muss, wenn man Webseiten gestaltet.

Dennoch sprechen wir von Web-Applications und da würde ich derzeit trotz aller Liebe zum W3C und Standards auf Flash setzen.

Zum einen, da es mir Frust erspart, und zum anderen da ich unter Adobe voraussetzen kann, dass es auch noch in ein Paar Jahren aktuell sein wird, wenn Mozilla Firefox von Safari auf Windows und Opera X stark unter Druck gesetzt wird – auch ja, der MS Internet Explorer müsste dann wohl auch immer noch unterstützt werden.

Ich hoffe jedenfalls das Microsoft nicht sein XAML standardisieren will…

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Die Alice-Odysee

Februar 1st, 2007 by Blu:RayNe

Alles fand mit einer Beantragung eines Telefon- und DSL-Anschlusses Ende November 2006 einen Anfang. 29€ monatlich für eine ADSL-Flatrate mit 4MBit/s und Telefonanschluss klang ganz verlockend, vor allem da es in meinem privaten Umfeld schon einige zufriedene Kunden gibt.

Endlich im Januar wurde mit SMS mitgeteilt, dass am 10. Januar  die Anschluss-Inbetriebnahme erfolgen sollte. Doch wurde ich an dem Tag 5min vorher ins Büro geordert.

Am Abend des selben Tages fand ich heraus, dass der Mitarbeiter genau 5min später, um 9:33 vor Ort war. Natürlich setzte ich mich sofort mit der Hotline in Verbindung. Ein neuer Termin wurde auf den 16. Januar ausgehandelt.

Zwischenzeitlich erhielt ich dann die Hardware, stellte fest, dass es sich um einen Siemens Sl2-141 Modem/Router handelte, und wurde an der Service-Hotline auf der Frage nach den Zugangs-Passwörter für die Web-Oberfläche zurückgewiesen. Der erste sagte, es handle sich um eine Bridge und kein Modem (?!), der andere sagte mir es sei ein Leihgerät, und deswegen sei es unmöglich Zugangsdaten herauszugeben.

Der neue Termin: Etwas misstrauisch – da es keine erneute Bestätigung per SMS gab – wartete ich bis etwa 11:00. Nachdem ich schon vor 8:00 aus dem Bett fiel, und deswegen etwas missgelaunt war, musste ich mir nach etwa 5min Wartezeit auf der Hotline anhören, dass „damals“ ein Mitarbeiter der Serviceline, zwar nur einen Vermerk hinterlassen hat, aber kein neuer Termin in Auftrag gegeben wurde. Eine Unterbrechung des Telefonats durch einen privaten Anruf beim Alice-Mitarbeiter folgte, erst mit ein paar Phrasen aus seinem Privatleben, dann plötzlich ohne Ton. Als ich mich gerade anfing zu Fragen, ob ich aus der Leitung geflogen bin, teilte er mir den 18. Januar als neuen Termin mit. Natürlich gibt es bei fest vereinbarten Terminen keine Bestätigungs-SMS mehr.

Am 17. Januar gab es erst einmal ein Intermezzo, mit einem Alice-Schreiben, dass mich darauf hinwies das ich den ersten Termin verpasste.

Also wartete ich am 18. Januar noch bis 10:30, als ein Telekom-Mitarbeiter kam, und erst einmal feststellte, dass meine Telefondose ausgewechselt werden müsste. Das ging Gott-sei-Dank kostenlos, und auch das anschließen der zwei losen Kabel imverschlossen Schrank im Keller des Mietshauses ging schnell! Endlich wieder ein eigener Telefonanschluss!
Kurz checkte ich dann mal die Internet-Connection und nach erfolgreichem Versuch ging ich in die Firm – es hatte ja Zeit bis zum Abend.

Dann zum Internetzugang: Am Abend hingegen hielt die Verbindung mit mehreren Einwahlversuchen und drei Disconnects, bzw. „toten“ Netzverbindung (d.h. kein DNS-Resolving) genau drei Stunden. Das Modem hatte zwar ne IP, war aber insgesamt nur über eine PPPoE-Connection ansprechbar, somit als reines Modem konfiguriert. Egal, für’s Erste, außerdem hatte ich wneig Zeit.

Einen Tag später: etwa 2h rumporobieren mit Windows-Treibern (cFos & RASPPoE), da kam ich gerade noch einmal 15min online. Zwecks fehlender Diagnosemöglichkeiten dachte ich mein Windows sei im Arsch, oder das Modem würde wohl irgendein propritäres Alice-Protokoll verwenden (Ok, ist Schwachsinn). Aber die Zeit war mir echt zu Schade!

Das PPP-Lämpchen am Gerät war zudem aus. Was sollte das bedeuten? Keine aktuell laufende Verbindung oder überhaupt keine Verbindung?

Am Abend des Samstages hielt ich noch schnell für einen DSL-Modem/Router ausschau, um erstens einen eigenen zu besitzen, und zweitens ein zuverlässiges Gerät zu besitzen (mit dem ich es evtl. probieren könnte).

Dann war es ja erstmal Wochenende, und Montags ging es wieder los mit rumprobieren: Ich starte mit Kubuntu hoch und versuchte dort eine Verbindung anzulegen – nada! TCP/IP war da, nur kein PPPoE. Schließlich meldete der RASPPPoE-Assistent zum Anlegen von neuen Verbindungen auch, dass kein PPP-Service im Netz verfügbar wär.

Schließlich fand ich am Abend nach der Arbeit im Hansenetz-User-Forum einige Background-Infos, und zudem die Zugangsdaten für den Router! Tatsächlich hatte ich also Recht behalten, und es handelte sich um einen Router! Verdammte Alice-Typen!

Mit den Zugangsdaten, den Diagnose-Tools auf dem Router und dem DMT (DSL Modem Tool) konnte ich schließlich feststellen, dass mit der Leitungsqualität alles in Ordnung ist. Zwischenzeitlich hatte ich nämlich sogar angenommen, andere WLANs oder mein schnurloses Telefon, oder mein nicht abgeschirmte Kabel könnten das Signal stören.

Der Router meldete eindeutig, dass zwar der Ping zum PPP-Server ok war, aber dass nichts zurück kam. Zudem gab es Probleme mit OAM4.

Mit den frisch gewonnen Kenntnissen konfrontierte ich am 30. Januar schließlich die Alice-Hotline und stieß überraschender Weise sofort auf einen kompetenten Mitarbeiter. Der sagte zwar, ich sollte zu Hause sein und dass Modem angeschaltet haben, hat aber dann wohl doch einfach auf einen anderen Radius-Server geschaltet.

Als ich an dem Abend zu Hause war lief plötzlich alles. Zwar wurden bei der Router Konfig meine Kenntnisse von Netzwerker (NAT, RIP) etwas auf die Probe gestellt, aber das Ding läuft jetzt als Router und hält die Verbindung zum Netz! Kein PPPoE mehr, OAM4 meldete zwar immer noch einen Fehler, aber vor allem vor allem eine stabile Verbindung!

Und wer jetzt auch einen Siemens SL2-141 von Alice hat:

  • Am besten einfach Assisten zum Anlegen von PPPoE-Verbindungen im Router verwenden! Er scannt auotmatisch auf verfügbare Verbindungen!
  • NAT muss an sein, sonst könnt ihr noch so viele Gateways bei eurer TCP/IP Verbindung angeben!
  • Vorsicht bei neuer Firmware! Erst einmal Versionen abgleichen!
  • Vorsicht auch bei Config-Dateien aus dem Hanse-Net-User-Forum. Erst vergewissern, dass die vergebenen Passwörter richtig gesetzt sind. Ansonsten einfach die XML-Config vorher editieren. Und Backups nicht vergessen!

Weitere Sicherheitsbedenken bei Alice:

  • PPPoE Verbindung: Das heißt erst einmal, dass der Computer des Nutzers direkt am Internet dranhängt. In den meisten Fällen wird hier keine Firewall aktiv sein, und liebe Leute, die Windows-Firewall ab XP ist eh nur ein Portblocker!
    Ein normales DSL-Modem/Router wäre wohl einfacher zu konfigurieren, und auch viel sicherer!
  • Die normale Nutzerkennung bei Alice besteht aus Nutzername = Telefonnummer und Passwort = Geburtsdatum. Mit etwas Glück finde ich zu jeder Alice-Telefonnummer in Google das entsprechende Passwort! Wie toll!

Und dann noch:

  • Zur Hardware (Modem/Router) wird keine Bedienungsanleitung mitgeliefert!
  • Wenn Probleme vorliegen hat der normale Nutzer keinerlei Zugang zu Diagnose-Tools und muss sich anhören, es läge an seinem Rechner! (Thema: „Installieren sie Windows neu!“ – „…aber ich benutz doch Linux!“)
  • Der normale Nutzer hat keine Möglichkeit, den Namen des WLAN Netzes „ALICE-WLAN“ zu ändern, oder auszuschalten. Ich finde das tierisch doof, gleich allen mitzuteilen, dass man Alice-Kunde ist!
  • Unbestritten ist Hersteller-Software schrottreif.  Auf der Suche nach den Modem-Handbüchern konnte sie aber nicht installieren, da das Alice-Setup nur Windows XP in deutscher Sprache abdeckt. Her sollten sie mal an Nutzer anderer Systeme denken!
  • Lieber einfach einen Zettel mit allen wichtigen Daten mitliefern, denn mit „1. CD einlegen“, „2. Anweisungen auf dem Bildschirm folgen“ und „3. Fertig!“ ist bei den nicht drin!

Trotzdem Alice ist billiger als Telekom und im Moment mit 4MBit/s ADSL zuverlässig und reicht für mich! Trotzdem verstehe ich nicht, warum sie Kunden einen 200€ Modem/Router hinstellen und es mit Ihrer Config zum 60€ Model degradieren (siehe Siemens Gigaset). Das Ding ist nämlich echt ein Top-Gerät!

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