Nein, deine Vorgehensweise war falsch!
Ok, heute morgen reingekommen, gleich gehört „Die englische Seite funzt nicht.“. Ich dachte, „Ok, hättest wohl gestern nochmal überprüfen sollen. Verdammt, die Azubis haben wohl trotz Protokoll wieder mal nicht mitbekommen, dass es auch noch ein englische Seite gibt… naja…“.
Vorwissen: Gestern gab es ein Update der PO (Portable Objects) bzw. der gettext-Sprachfiles. Wenn diese ersetzt werden, kann es leicht passieren, dass da der Apache schon mal aussetzt, und PHP eine „weiße Seite“ liefert, statt etwas anzuzeigen.
In dem Sinne dachte, gehst auf die Shell und startest mal schnell Apache neu. Das hilft ja immer.
Eigentlich wäre mit einer kurzen Überprüfung der Seite, die Sache typischerweise gegessen gewesen. Leider startete der Apache nicht neu, da das Socket occupied war. Apache-Instanzen versucht zu killen, keine gekillt. Und was saß da auf dem Port 80? exim4? Dieses neu gestart. Oh shit, panic log… fuck! Free HD Space gecheckt… alles ok? Hmm… Shit! Shit! Shit! Evtl. hilft ein Neustart.
Nachdem der Server neu gestartet war, lief wieder alles. Auf die Seite gegangen, oh shit! Da fehlen ja einige Templates. Die englische Seite wird total enstellt mit Fehlermeldugnen angezeigt. Wieso hat dies niemand festgestellt?
Dann höre ich von oben – nein nicht vom Himmel, wir befinden uns nämlich in KULT – wieso ich den Server neu startete, den sei ja die Seite enstellt, und überhaupt hätte ich nur die Templates fixen müssen. Ich verteidigte natürlich meine Vorgehensweise, was dem Herrn nicht paßte.
Er beruf mich zu sich ins Besprechungszimmer, wo eine längeres Streitgespräch folgte, in der er mir unterstellte, dass ich unbedingt vorher nachfragen hätte müssen was den Sache sei. Ich konterte damit, dass ich annahm, nachdem ich die Problemschilderung hörte und nach den Updates von gestern, dass es wohl nur eine weiße Seite angezeigt würde. Dieser Art von Fehler wäre normalerweise mit einem Apache-Neustart in 2sec gelöst. Zudem bat ich ihm nicht über die Vorgensweise zu bestimmen, wie ich die Arbeit am Server erledige, da er überhaupt keine Ahnung vom Apache hat.
Er beharrte hingegen darauf, dass ich unbedingt _vorher_ auf der Seite hätte schauen müssen, und dass ich im Übrigen alle, die keine präzisen Fehlermeldungen von sich geben für blöd halte.
Es vielleicht in dem konkreten Fall nicht richtig, vorher drauf zu schauen, doch verteidigte ich meine Vorgehensweise, die definitiv nicht falsch war. Ich bin nämlich öfters gezwungen Problemschilderungen zu interpretieren und Gegenmaßnahmen zu unternehmen. Daraufhin ist meine Arbeitsweise auch ausgerichtet. Wenn ich alles für bare Münze nehmen würde, würde ich wohl nie mit etwas fertig werden.
Er hingegen stellte meine Vorgehensweise als falsch dar, und wollte mich 15min rausschicken um dies einzusehen, da seine Argumentation nicht wirklich schlüssig war. „Wir haben einen Azubi da unten, der den Fehler in Zukunft nicht machen sollte.“, gefolgt von „Ich will jetzt nichts mehr hören. Und du gehst jetzt runter und wir reden in 15min wieder, und da will ich hören, dass es falsch war“.
Was will man da noch sagen?
Verantwortungsvoll und wichtiger als das Streitgespräch empfand ich eher, zu checken, ob der E-Mail Versand noch funktioniert. Dazu kam ich jetzt erst:
exim4 paniclog: Entwarnung. Scheint wohl der Router für die virtual users nicht zu funktionieren, bzw. noch nie funktioniert zu haben? Mal, später checken.
Wichtig ist erstmal die Templates fixen…
Nach ihm hätte ich bestimmt erst die Templates fixen sollen, und als diese nach 20min fertig waren, dann wohl checken, ob der E-Mail Versand noch funtioniert. Das wäre typisch für ihn.
Oder wie letztens mit dem SDSL-Modem Ausfall: Wichtig ist erstmal, dass man rumtelefoniert, sich beklagt, dass der das Modem nicht funktioniert, die Telekom versucht zu erreichen, und an ungeeigneten Stellen versucht ein Ersatzgerät zu finden.
Erst um 10:30 wurden sie sich bewußt, dass wir eigentlich schon einen ADSL-Anschluß gelegt hatten, wo ein DSL-Sync da war, und dass oberste Prio wäre eine Konnektivität wieder herzustellen. Dann telefonierten sie etwa noch eine Stunde rum, bis sie Zugangsdaten hatten. Naja, im Endeffekt wurde dann doch wieder ein Techie benötigt, um alles in den Gang zu kriegen…
Aber ich darf ja ie Vorgehnsweise nicht kritisieren…
Dezember 11th, 2007 at 08:42
Ich versteh nix aber da scheint es mir zu gehen wie dem Herrn da oben bei Dir. Der hat wohl auch keinen so richtigen Durchblick. Aber es scheint System zu haben das in Deutschland an exponierten Stellen Menschen sitzen die keine Ahnung haben was sie da machen und mehr Schaden anrichten als man beheben könnte.